Philippinen

Die Philippinen sind ein Staat und Archipel im westlichen Pazifischen Ozean und gehören zu Südostasien.

Ihren Namen erhielten sie von dem Entdecker Ruy López de Villalobos, der die Inseln zu Ehren des spanischen Infanten Philipp Las Islas Filipinas nannte.

 

Geographie

Die Philippinen bestehen aus insgesamt 7107 Inseln, von denen 2773 mit einem Namen versehen und nur etwa 880 bewohnt sind. Lediglich elf dieser Inseln haben eine Fläche von mehr als 2500 km²; die größten sind Luzon, Mindanao, Samar, Negros, Mindoro, Panay und Palawan; nur etwa 1000 sind zudem größer als 1 km².

Der Archipel wird allgemein in drei Großregionen unterteilt: den nördlichen Teil (Luzon), der maßgeblich aus den Inseln Luzon, Masbate sowie Mindoro besteht, den als Visayas bezeichneten mittleren Abschnitt, der unter anderem die Inseln Palawan, Negros, Cebu, Leyte, Samar, Masbate und Bohol umfasst und die südliche Gruppe Mindanao, die sich unter anderem aus der Insel Mindanao, der Insel Basilan sowie dem Sulu-Archipel mit der Insel Jolo zusammensetzt.

Im Kern sind die Inseln die Spitzen von über den Meeresspiegel aufragenden submarinen Gebirgsketten, an der Grenze zweier Kontinentalplatten, der Philippinischen und der Eurasischen. Großräumig gesehen sind die Philippinen Teil des Pazifischen Feuerrings mit Erdbeben und Vulkanismus als häufigen Begleiterscheinungen dieser Lage an der Plattengrenze. Es existieren derzeit etwa 20 aktive Vulkane, von denen der Pinatubo und der Mayon – beide auf Luzon gelegen – in den letzten Jahren besondere Aktivität zeigten. Die höchste Erhebung der Philippinen ist der Mount Apo. Östlich der Inselgruppe verläuft der Philippinengraben, mit einer Tiefe von bis zu 10.540 m einer der größten Tiefseegräben der Erde. Als Folge von Seebeben können riesige Flutwellen, die Tsunamis, an den Außenriffen der Philippinen entstehen.

Nationalparks und Schutzzonen der Philippinen

  • Insel Luzon: Batanes Protected Landscapes & Seascapes, Northern Sierra Madre Natural Park, Mount Pulag National Park, Subic Watershed Forest Reserve, Bataan Natural Park, Mount Makiling Forest Reserve, Bulusan Volcano National Park, Mount Isarog National Park.
  • Insel Mindoro: Mount Halcon, Puerto Galera Marine Reserve, Mount Malasimbo, Sablayan Watershed Forest Reserve, Apo Reef Marine Natural Park.
  • Insel westliche und zentrale Visayas: Sibuyan Island & Mount Guiting Guiting Natural Park, Northern Negros Forest Reserve, Mount Kanlaon Natural Park (Kanlaon), Danjugan Island Marine Reserve & Wildlife Sanctuary, Southern Negros Forest Reserve, Apo Island Protected Landscape & Seascape, Olango Wildlife Sanctuary, Pescador Island Marine Reserve.
  • Insel östliche Visayas & Mindanao: Sohoton National Park, Balicasag Island Marine Reserve, Rajah Sikatuna National Park, Mount Malindang National Park, Mount Kitanglad Range Natural Park, Siargao Island Protected Landscapes & Seascapes, Agusan Marsh Wildlife Sanctuary, Mount Apo National Park (Mount Apo).
  • Insel Palawan: Tubbataha Reef National Marine Park, Puerto-Princesa Subterranean River National Park, Coron Island, Calauit Island Wildlife Sanctuary, El Nido Marine Reserve.

Klima

Das Klima der Philippinen wird vor allem durch die Nähe zum Meer geprägt, kein Ort ist weiter als 200 km von der Küste entfernt. Die Lage der Inseln in den niederen tropischen Breiten und der Einfluss der umgebenden Meere bewirken eine über das Jahr sehr ausgeglichene Temperatur von rund 26 °C mit nur geringen Schwankungen. Die meisten Niederschläge fallen im Zusammenhang mit dem Südwest-Monsun vor allem in der Zeit von Mai bis November. An der Westküste (Manila) bringt der Nordost-Monsun nur geringe Niederschläge, während an der Ostküste (Davao) ganzjährig humides Klima herrscht. Wegen des überwiegend in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gebirges fallen an der Westseite der Inselgruppe deutlich weniger Niederschläge als an der Ostseite. Von August bis Oktober ziehen häufig Taifune über die Mitte und den Norden der Philippinen; zwischen 1945 und 2000 wurden die Philippinen von 349 Taifunen überquert oder gestreift.

Tier- und Pflanzenwelt

Auf den Philippinen existieren über 5000 verschiedene Tier- und unzählige Insektenarten sowie 14.000 verschiedene Pflanzen. Darunter sind auch Wasserbüffel (Carabao), Papageien, Flughörnchen, Delfine, Krokodile, Schlangen, Koboldmakis, Manabo, Schildkröten, Echsen und andere. Nur auf den Philippinen verbreitet ist die Philippinenente, eine Art aus der Stockenten-Gruppe.

Die philippinische Tierwelt ist der indonesischen sehr ähnlich. Es gibt auf der philippinischen Insel Calauit, nordwestlich von Busuanga seit 1976 unter anderem auch ein privates, kommerzielles Naturreservat (offener Zoo) mit 70 Giraffen und zahlreichen anderen afrikanischen Tieren wie Zebras oder Impalas. Die Insel gehört zum Distrikt Palawan und man kann sich dort wie in Afrika auf „Safari“ begeben.

Im Meer, das die vielen Inseln umgibt, findet man auch heute noch viele Korallen mit ihren bunten Fischen. Die Korallenbleiche hat die Philippinen bisher weitgehend verschont und ist nur vereinzelt aufgetreten.

Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich in der Mehrheit (95 %) aus ethnischen Gruppen zusammen, die Austronesische Sprachen sprechen, in sukzessiven Wellen aus Taiwan eingewandert sind und sich mit späteren Einwanderern aus Südchina vermischten. Sie können in drei große Gruppierungen unterteilt werden:

  • Christliche Tieflandbewohner, die durch die spanische Kolonialherrschaft geprägt wurden. Sie bilden mehr als 90 % der philippinischen Bevölkerung.
  • Muslimische Filipinos, die erst in der amerikanischen Kolonialzeit unterworfen wurden. Etwa 5 % der philippinischen Bevölkerung gehören dazu.
  • Hochlandbewohner, die weder von der Islamisierung noch von den Spaniern betroffen waren.

Tauchen

Der Tauchsport auf den Philippinen hat seinen Ursprung in Anilao im Süden von Luzon. Expats und Philippinos meist aus dem nahegelegenem Manila erkundeten die Unterwasserwelt an Wochenenden. Heute findet man internationale Tauchbasen und Resorts über das ganze Archipel erstreckt. Puerto Galera auf Mindoro war und ist bis heute eine Tauchhochburg. In den Visayas konzentrieren sich die Tauchaktivitäten größtenteils auf Bohol, Moalboal und die Region um Dumaguete. Coron im Norden Palawans ist bei Wrack-Tauchern ebenso beliebt wie Subic-Bay Im Westen Luzons. Hier kann man verschieden Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg betauchen. Tauchsafaris werden auch auf den Philippinen immer beliebter. Die Ziele sind das Tubbataha Riff in der Sulu Sea und das nördlich von Mindoro liegende Apo-Riff.

Die Tauchausbildung erfolgt meist nach PADI-Richtlinien. Es werden aber auch alle anderen Brevets von internationalen Tauchverbänden anerkannt. Die meisten Tauchbasen verwenden INT Tank-Ventile, das Mitbringen eines Adapters auf DIN Ventile ist daher ratsam. Die Philippinen liegen im Korallendreieck und weisen eine überdurchschnittliche Artenvielfalt auf. Seit Jahren wird in vielen Gebieten erfolgreich gegen Dynamit- und Zyanidfischen angekämpft. Die meisten Tauchplätze befinden sich küstennah und sind in wenigen Minuten vom jeweiligen Hotel aus zu erreichen.

Sonstiges

Die Philippinen sind eines der wenigen Länder, in denen Ehescheidungen verboten sind. Unter bestimmten Voraussetzungen und komplizierten Verfahren kann eine Ehe nachträglich annulliert werden. Aus diesem Grund lassen sich viele philippinische Ehepaare in der Dominikanischen Republik scheiden. Ehebruch steht ebenfalls unter Strafe.

Bei Heirat eines philippinischen Staatsangehörigen im Land ist zuvor eine „Ehefähigkeitsbescheinigung“ (engl.: Legal Capacity) vom Bräutigam vorzulegen. Dieses Dokument wird vom zuständigen Standesamt im Ursprungsland ausgestellt und muss von der Deutschen Botschaft bestätigt werden. Wegen der zahlreichen Fälschungen erkennt die Deutsche Botschaft in Manila mittlerweile (seit 2001) keinerlei philippinische Dokumente ohne aufwändige persönliche Nachprüfungen an.

Der Grundstückserwerb ist ausschließlich durch philippinische Staatsbürger möglich, Ausländer können nur unter bestimmten Voraussetzungen Grundstücke erwerben. Hintergrund ist der häufige Missbrauch, wie zum Beispiel in internationalen Versteigerungen. Es ist allerdings möglich, als Ausländer die philippinische Staatsangehörigkeit zu erwerben.

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Wichtige information

Fläche: 300.000 km2
Hauptstadt: Manila
Zeitzone: +8
Einwohner: 88.574.614
Währung: Philippinischer Peso
Kurs: 1 EUR = 59.45 PHP
Vorwahl:
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Visa: Nein für 21 Tage

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Links

www.gov.ph
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